WHS

Einführung in das World Handicap System (WHS)

World Handicap System (WHS):
Veränderungen für deutsche Spieler ab 2020/2021

Das World Handicap System (WHS) wird ab der Spielsaison 2020 weltweit eingeführt werden und wird die bestehenden sechs verschiedenen Handicap-Systemen ersetzen. Weltweit finden unterschiedliche Systeme parallel Anwendung, was einen fairen Vergleich der Spielleistungen unmöglich macht. Dieses dann weltweit einheitliche System ermöglicht Golfern auf einer fairen und gleichstellenden Grundlage zu spielen und zu konkurrieren. Jedes Spielergebnis und jeder Course weltweit kann somit objektiv in einen Vergleich zueinander gesetzt werden. Deutschland gewährt den Spielern im Jahr 2020 eine Übergangsfrist und führt das WHS endgültig ab 2021 ein.

Das World Handicap System ist dem jetzigen Handicapsystem der USGA (United States Golf Association) sehr ähnlich. Entsprechend ist die Umstellung in den USA marginal, während sich die europäischen Golfer mit weit mehr Veränderungen vertraut machen müssen.

Nach dem WHS erfolgt die Errechnung des Handicaps nach dem Durchschnitt der letzten 20 Runden. Voraussetzung für den Erhalt eines Handicaps sind pro Spieler mindestens drei offizielle Scores. Aus den besten acht Ergebnissen leitet das WHS dann einen Mittelwert ab.

Bei der Berechnung spielen folgende Faktoren eine Rolle:
  • das Course Rating (Schwierigkeitsgrad des gespielten Platzes),
  • der Slope (Werte zur Umrechnung des HCP in die Spielvorgabe des Platzes)
  • dem Standard-Slope von 113
  • sowie optional die äußeren Umstände (Witterungsverhältnisse) der gespielten Runde(n).

Die Basis für die Berechnung des Handicap-Index ist der Differenz Score. Folgende Formel dient zur Differenz-Score-Berechnung:

(Spielergebnis – Course Rating) x (113 ÷ Slope Rating) = Differenz Score

Die besten acht Ergebnisse aus den letzten 20 handicaprelevanten Runden zählen. Eine allgemeine Formel zur Umrechnung der DGV-Vorgabe in einen WHI liegt bisher nicht vor. Dies gestaltet sich schwierig, da beide Systeme unterschiedliche Berechnungsgrundlagen haben. Der WHI soll die Spielstärke der Golfer so präzise und aktuell wie möglich abbilden.

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